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Donnerstag, 15. Januar 2009
Natürlich kennt jeder den Begriff, aber aus einem anderen Zusammenhang. Üblicherweise versteht man darunter ein starres Bauteil eines Autos, das den Auftrieb verringert. Der Begriff hat aber auch eine Bedeutung aus der Welt der Medien, egal ob Buch oder Film: Hier ist der Spoiler eine Inhaltsangabe, in der wesentliche Spannungselemente vorweggenommen werden. Also etwa als ob im Kino in der Reihe vor einem jemand sitzt, der den Film schon gesehen hat und alles vorher verrät.
Daher ist es immer wichtig, in den Logs zu einem Geocache nicht zu spoilern, damit andere Geocacher auch noch den Spaß haben können, ein besonders raffiniertes Versteck selbst zu entdecken. Das macht wohl auch unter anderem den Reiz am Geocaching aus, wenn es wirklich pfiffige Verstecke und frische Ideen gibt, die dann angenehm überraschen.
Es gibt aber auch den Fall, wo der Owner, also derjenige, der den Geocache vesteckt besser selbst etwas spoilern sollte. Man spricht dann von einem Hint. Insbesondere in den Fällen, wo man relativ stumpfsinning jeden Stein umdrehen oder jede Baumwurzel untersuchen müsste. Hier kann die Umgebung geschont werden, wenn auf einem Spoiler-Bild oder aus einem textuellen Hint schon entnehmbar ist, dass dies nicht erforderlich ist und vielleicht auch noch, welche Steine oder Wurzel man sich genauer angucken sollte.
Diese Entscheidung ist nicht immer einfach, schon gar nicht allgemein zu fällen, und hängt immer von der Situation ab. Eine gute Frage, die sich jeder Owner stellen sollte lautet daher: Würde es Dir gefallen, den Cache so zu suchen, wie Du es von den anderen verlangst? Oder ist es mehr die Freude daran, wie die anderen da verzeifelt und wie doof stehen und nicht weiter wissen? Offensichtlich können Spoiler beim Geocaching nicht nur den Spaß verderben, sondern auch den Weg zum "Found it!" abkürzen und stupide Sucherei ersparen.
Es gibt zwar keine Verpflichtung, zu einem Geocache als Owner auch einen brauchbaren Hint zu liefern. Bei Verstecken, die eine aufwändige Sucherei ohne Spoiler oder Hint erfordern, sollte dies aber in der Bewertung der Schwierigkeit berücksichtigt werden. Für einen Geocache mit nur einem Stern in der Schwierigkeit darf daher ein Spoiler-Bild oder Hinweis immer dazu gehören.
Donnerstag, 8. Januar 2009
Ein Reaktivlicht ist eine kleine elektronische Schaltung, die mindestens aus einer LED und unterschiedlich aufwendiger Elektronik sowie natürlich einer Batterie besteht. Elektronische Hinweise für die nächste Station haben immer ihren Reiz, können allerdings auch leicht kaputtgehen, da die Technik mit Frost und Feuchtigkeit schnell den Dienst aufgibt. Auch die Batterien sind dabei immer wieder ein Problem. Bei der Verwendung von Reaktivlichtern muss man einen größeren Wartungsaufwand in Kauf nehmen.
Solche Stationen kommen bei einem Nachtcache immer gut an und es macht Spass sie zu suchen. In der Nacht reagieren sie auf Lichteinfall und verwenden dazu entweder einen Lichtsensor (LDR) oder sogar die selbe LED, die dann auch anfängt zu blinken. Als Gehäuse haben sich daher für Reaktivlichter sogenannte Petlinge bewährt, also die sehr gut abschließenden PET-Rohlinge mit dem Schraubverschluss, die sich auch gut befestigen lassen.
Im Gegensatz zu einer einfachen Schaltung für eine Blink-LED gibt das Reaktivlicht nur ein Signal ab, wenn es vorher angeleuchtet wurde. Um Strom zu sparen versetzen sich die neueren Varianten des Reaktivlicht mit dem ATtiny-Mikroprozessor automatisch in den Ruhebetrieb wenn es hell ist. Die Logik ist hier komplett mit Software gelöst und es existieren unterschiedliche Programme, die z. B. auch Morsezeichen erzeugen können. Außer dem programmierbaren Chip sind nur noch wenige passive Bauteile erforderlich um die Schaltung aufzubauen.
Dienstag, 30. Dezember 2008
Mit QTA ist die plattdeutsche Bezeichnung " Question to answer" gemeint. Bei einem Multicache, also einem Geocache mit mehreren Stationen wird bei den Punkten die zwischen dem Start und dem Finale liegen zwischen zwei Typen unterschieden. Besonders sozial sind dabei die vom Typ QTA, also wo man eine Frage beantworten und keine Dose mit einem Hinweis suchen muss.
Wichtig dabei: Das Objekt an dieser Stelle wäre auch ohne Geocaching vorhanden (und wurde vom Owner auch nicht modifiziert). Das können z. B. Aufgaben sein wie Zaunpfähle zählen oder vorhandene Zahlen auf einem Schild ablesen. Wie damit dann weiter zu verfahren ist kann dann auch in dem Cachelisting stehen.
Für diese Punkte gilt nämlich die Abstandsregel von einer zehntel Meile nicht, das heißt es gibt für weitere Geocacher die Möglichkeit, hier auch einen Geocache zu verstecken oder für einen eigenen Geocache den Weg hier entlang zu legen.
Das Gegenteil ist der " Stages of a multicache". An diesen Punkten gibt es eine Koordinate oder einen Hinweis zu finden. Dazu wurde ein Hinweis (wie z. B. Filmdose mit Zettel, Plakette an einem Holzpfahl, Filzstift-Gekritzel) an dieser Stelle vom Owner extra platziert. So ein Punkt kann nicht durch mehrere Caches gleichzeitig benutzt werden um Verwechslungen zu verhindern. Damit wird aber auch ein Radius von 161 Metern rund um diesen Punkt für diesen Geocache reserviert, weitere Geocaches und Stages werden darin von den Reviewern nicht mehr akzeptiert.
Samstag, 27. Dezember 2008
Der Petling hat nicht nur einen unanständigen Namen, er sieht auch so aus. Trotzdem ist der PET-Preform oder auch PET-Rohling aus dem die PET-Flaschen erzeugt werden bei einigen Geocachern recht beliebt. Da er aus massiven Kunststoff besteht und einen Gewindedrehverschluss hat gilt er als wasserdichter und nagerbeständiger Cachebehälter und schlägt so die klassischen Filmdosen!
Der nötige Schraubverschluss wird normalerweise nicht mitgeliefert, lässt sich aber von jeder üblichen PET-Flasche (Cola, Bier, Wasser...) abnehmen. Dabei gibt es dann sogar noch die Variante, den Deckel so vorsichtig abzuhebeln, dass der Qualitätssicherungsring intakt bleibt und so der Erstfinder schon am Petling sehen kann dass er z. B. ein Rätsel zuerst gelöst hat.
Allerdings ist der übliche Petling für die Aufnahme von Logbüchern weniger geeignet, einzig spezielle Ausführungen in Streifenform lassen sich gut handhaben. Große Petlinge sind teilweise auch erhältlich, hier sind dann aber die benötigten Deckel nicht so leicht zu bekommen.

Vor allem aber laden Petlinge zum basteln ein. Ob unter einen Stein geschraubt oder mit Magnet irgendwo befestigt, die Phantasie der Geocacher scheint hier keine Grenzen zu kennen. Sogar als wartungsfreundliche Gehäuse für Reaktivlichter werden sie gerne verwendet.
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Was Wikipedia für die Welt der Nachschlagewerke ist soll OpenStreetMap für die Vermessung der Welt sein.
Aber nicht nur Straßen und Orte werden von den ehrgeizigen Amateuren des OpenStreetMap-Projekts kartographiert, auch Sehenswürdigkeiten und andere interessante Orte werden von ihnen mit günstigen GPS-Empfängern erfasst, dann in die Geo-Datenbank des Projekts eingezeichnet und automatisch zu Karten gerendert.
Da die Daten von der Community erhoben werden sind sie frei verfügbar jeder darf sie lizenzkostenfrei einsetzen und beliebig weiterverarbeiten. Auch eine Anfahrtskizze auf der Homepage geht bei OpenStreetMap ohne Lizenz für proprietäres Kartenmaterial.
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