Der Geocacher benutzt sie jeden Tag - Koordinaten nach WGS84. Aber was hat es damit eigentlich auf sich?
Der Geometer42 von Geocaching-Berlin war heute morgen überraschend zu Besuch. Beim morgendlichen Kaffee auf der Loggia des Hauptstadtstudios talken wir etwas über Längen- und Breitengrad, verschiedene Rotationsellipsoide und ein geodätisches Datum sowie dreidimensionale kartesische Koordinaten.
Wow,
das hat ja mal gefehlt. Eine fundierte und ausführliche Beschreibung dessen, was hinter den Koordinaten steht, die man einfach so vom GPSr abliest, ohne sich Gedanken zu machen. Und dazu auch noch aus berufenem Munde. Man merkt dass da jemand weiss wovon er redet (genaugenommen sogar zwei jemande).
Vielen dank für diese lehrreichen Folgen und nur keine Hemmungen das noch ausführlicher zu schreiben, auch wenn das bedeutet, dass die einzelnen Cachetalk folgen länger werden. Das Thema ist nun mal so komplex, dass man es nicht mal so eben in 15 Minuten abhandeln kann.
Das World Geodetic System (WGS) 84 ist durch weltweit verteilte Stationen realisiert, die ständig ihre Koordinaten per GPS bestimmen.
Das European Terrestrian Reference System (ETRS) 89 wird durch ein Netz von Punkten auf dem europäischen Kontinent realisiert, die ebenfalls ihre Koordinaten immer wieder per GPS bestimmen. Zum Zeitpunkt der Definition (1989) waren beide Koordinatensysteme bis auf ein paar Dezimeter identisch. Das wird sich im Laufe der Zeit wegen der Bewegung der Kontinente ändern. Das ETRS89 fährt eben auf der eurasischen Platte mit .
Die Landesvermessung der europäischen Länder bezieht sich heute meist auf das ETRS.
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