Ein
Virtual Cache ist ein Geocache ohne Dose und Logbuch, aber natürlich mit Listing und Koordinaten. Um diesen Cache zu loggen muss man entweder eine Frage beantworten, deren Anwort man vor Ort herausfinden soll, oder es soll ein Foto gemacht werden.
In den Anfangszeiten des Geocaching sollte dieser Cache-Typ verwendet werden, wenn man vor Ort keine Dose verstecken konnte, weil die Gegend zu belebt war oder aus anderen Gründen nichts versteckt werden konnte, weil es sich z.B. um ein Naturschutzgebiet handelte.
Bei geocaching.com können gemäß der Guidelines seit Ende 2005 keine Virtual Caches mehr gelistet werden, bereit vorhandene genießen aber einen Bestandsschutz und können weiter geloggt werden. Bei opencaching.de ist noch möglich
virtuelle Caches zu listen und Groundspeak bietet zum Ausgleich die neuen Webseite
waymarking.com für diesen Zweck an.
Da viele der Fragen, die man eigentlich vor Ort lösen soll heute auch bequem ergoogelt werden können, lassen sich viele Virtuals heute wie Mysteries lösen. Dies ist vom Owner des Virtuals zwar nicht beabsichtigt, viele ignorieren es auch, einige stören sich auch daran und löschen solche Logeinträge, wenn erkennbar ist, das der Geocacher nur als "couch potatoe" geloggt hat und nicht vor Ort war.
Donnerstag, 29. Januar 2009
Geocaching ist nicht für die Stadt, sondern eher für die freie Natur erfunden worden. Grad der Weg durch die Natur ist ja das Ziel, wer sonst einen Schreibtischjob ausfüllt, für den ist Geocaching eine gute Gelegenheit mal wieder an die frische Luft und aus der Stadt raus zu kommen.
Trotzdem erfreuen sich urbane Geocaches ihrer
Beliebtheit. Sehenswürdigkeiten werden bedost um Touristen mit Geocaching durch die Stadt zu führen und die Kirchencaches sind mittlerweile schon legendär. Wesentlicher Unterschied zwischen normalen Geocaches in der Natur und den urbanen Caches ist dabei die Art der Versteckmöglichkeiten.
Ein urbaner Cache nutzt die Winkel und Spalten in den Bauwerken und diversen Straßenmöbeln wie Bänken oder
Telefonzellen. Dabei sind urbane Caches nicht unbedingt langweilig, auch hier gibt es immer wieder überraschende Möglichkeiten, auch größere Dosen zu verstecken. Meist sind es aber doch nur Micros, also Filmdosen oder Petlinge, die man in der Stadt findet.
Vorteil der urbanen Caches ist, dass man mal eben zwischendurch beispielweise auf einer Dienstreise einen Geocache machen kann und damit die Stadt besser kennenlernt. Sogar in der Heimatstadt wird man auf bestimmten Ecken erst durch einen kleinen Geocache aufmerksam gemacht.
Aber Vorsicht! Die Muggelgefahr ist beim
urbanen caching besonders hoch. Nirgendwo anders müssen die Dosen so oft ersetzt werden wie im Stadtbereich. Und die Dosen sollte einwandfrei als Geocache erkennbar sein, sonst rückt schnell der
Kampfmittelräumdienst an und es kann teuer werden.
Donnerstag, 22. Januar 2009
Wer mit dem Geocaching beginnt stolpert irgendwann auch über die ersten Nachtcaches. Aber auch nur so kann es nicht nur zu der Jahreszeit mit den kurzen Tagen und langen Nächten sinnvoll sein so eine kleine mobile Lichtquelle mit haltbaren Batterien dabei zu haben.
So kann man auch am Tage in dunkle Verstecke leuchten und manch Geocaching-Tour dauert gerade am Final länger als erwartet. Kaum ein Ausrüstungsgegenstand wird soviel diskutiert wie die Taschenlampe. Dabei ist es meist gar nicht so entscheidend, wie weit der Lichtkegel reicht, sondern eher wie kompakt und robust die Bauweise bei guter Lichtausbeute ist. Denn die beste Taschenlampe bringt nichts, wenn sie so schwer und klobig ist, dass sie doch lieber zu Hause liegen bleibt oder nicht funktioniert, wenn sie gebraucht wird.
Daher geht der Trend zu kleinen Ausführungen mit moderen LEDs als Leuchtmittel und in einem stabilen Metallgehäuse (meist aus Flugzeugaluminium) mit den (Typ "AA") Batterien, die man auch für das GPS verwendet. So können in diesem eher selten benötigten Ausrüstungsgegenstand auch noch die Reserve-Batterien untergebracht werden.
Batterien (am besten keine Zink-Kohle sondern nur Alkali-Mangan) sind hierbei Akkus zu bevorzugen, Akkus liefern nämlich eine geringere Spannung und damit weniger Licht, vor allem entladen sie sich aber im Laufe von wenigen Monaten selbst.
Für spezielle Nachtcaches, bei denen es auf große Reichweite ankommt kann man sich dann auch noch den Klassiker, eine Maglite, zulegen. Hier ist die Variante 4D mit den vier Monozellen und mindesten 3-Watt-LED statt der normalen Glühfaden-Birne sehr beliebt. Dazu gibt es dann auch noch sinnvolles Zubehör wie einen Gürtelhalter oder einen Neopren-Griff. Alternativ sind hier auch Handstrahler mit sehr großem Reflektor und Bleiakkus und Leuchtmittel wie Kfz-Bereich (55 Watt!) üblich.
Donnerstag, 15. Januar 2009
Natürlich kennt jeder den Begriff, aber aus einem anderen Zusammenhang. Üblicherweise versteht man darunter ein starres Bauteil eines Autos, das den Auftrieb verringert. Der Begriff hat aber auch eine Bedeutung aus der Welt der Medien, egal ob Buch oder Film: Hier ist der Spoiler eine Inhaltsangabe, in der wesentliche Spannungselemente vorweggenommen werden. Also etwa als ob im Kino in der Reihe vor einem jemand sitzt, der den Film schon gesehen hat und alles vorher verrät.
Daher ist es immer wichtig, in den Logs zu einem Geocache nicht zu spoilern, damit andere Geocacher auch noch den Spaß haben können, ein besonders raffiniertes Versteck selbst zu entdecken. Das macht wohl auch unter anderem den Reiz am Geocaching aus, wenn es wirklich pfiffige Verstecke und frische Ideen gibt, die dann angenehm überraschen.
Es gibt aber auch den Fall, wo der Owner, also derjenige, der den Geocache vesteckt besser selbst etwas spoilern sollte. Man spricht dann von einem Hint. Insbesondere in den Fällen, wo man relativ stumpfsinning jeden Stein umdrehen oder jede Baumwurzel untersuchen müsste. Hier kann die Umgebung geschont werden, wenn auf einem Spoiler-Bild oder aus einem textuellen Hint schon entnehmbar ist, dass dies nicht erforderlich ist und vielleicht auch noch, welche Steine oder Wurzel man sich genauer angucken sollte.
Diese Entscheidung ist nicht immer einfach, schon gar nicht allgemein zu fällen, und hängt immer von der Situation ab. Eine gute Frage, die sich jeder Owner stellen sollte lautet daher: Würde es Dir gefallen, den Cache so zu suchen, wie Du es von den anderen verlangst? Oder ist es mehr die Freude daran, wie die anderen da verzeifelt und wie doof stehen und nicht weiter wissen? Offensichtlich können Spoiler beim Geocaching nicht nur den Spaß verderben, sondern auch den Weg zum "Found it!" abkürzen und stupide Sucherei ersparen.
Es gibt zwar keine Verpflichtung, zu einem Geocache als Owner auch einen brauchbaren Hint zu liefern. Bei Verstecken, die eine aufwändige Sucherei ohne Spoiler oder Hint erfordern, sollte dies aber in der Bewertung der Schwierigkeit berücksichtigt werden. Für einen Geocache mit nur einem Stern in der Schwierigkeit darf daher ein Spoiler-Bild oder Hinweis immer dazu gehören.
Donnerstag, 8. Januar 2009
Ein
Reaktivlicht ist eine kleine elektronische Schaltung, die mindestens aus einer LED und unterschiedlich aufwendiger Elektronik sowie natürlich einer Batterie besteht. Elektronische Hinweise für die nächste Station haben immer ihren Reiz, können allerdings auch leicht kaputtgehen, da die Technik mit Frost und Feuchtigkeit schnell den Dienst aufgibt. Auch die Batterien sind dabei immer wieder ein Problem. Bei der Verwendung von Reaktivlichtern muss man einen größeren Wartungsaufwand in Kauf nehmen.
Solche Stationen kommen bei einem Nachtcache immer gut an und es macht Spass sie zu suchen. In der Nacht reagieren sie auf Lichteinfall und verwenden dazu entweder einen Lichtsensor (LDR) oder sogar die selbe LED, die dann auch anfängt zu blinken. Als Gehäuse haben sich daher für Reaktivlichter sogenannte Petlinge bewährt, also die sehr gut abschließenden PET-Rohlinge mit dem Schraubverschluss, die sich auch gut befestigen lassen.
Im Gegensatz zu einer einfachen Schaltung für eine Blink-LED gibt das Reaktivlicht nur ein Signal ab, wenn es vorher angeleuchtet wurde. Um Strom zu sparen versetzen sich die neueren Varianten des
Reaktivlicht mit dem
ATtiny-Mikroprozessor automatisch in den Ruhebetrieb wenn es hell ist. Die Logik ist hier komplett mit Software gelöst und es existieren unterschiedliche Programme, die z. B. auch
Morsezeichen erzeugen können. Außer dem programmierbaren Chip sind nur noch wenige passive Bauteile erforderlich um die Schaltung aufzubauen.
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