Die CeBIT 2011 bot mal wieder ein Highlight für Geocacher, die in den letzten Jahren den Aufwand gescheut haben sich auf die Socken zu machen:
Jeremy Irish, der Gründer von Groundspeak und damit oberster Chef der Suche nach der Tupperdose aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten wurde zur Keynote geladen.
Und die Geocacher kamen alle reichlich: Es gab ein Meet-and-greet-Event am Vorabend von Reviewer Stash-Lab organisiert, es gab die Keynote im Congress-Center und danach noch einen Roundtable mit ausgewählten Gästen.
Neben Geocachern waren auch Blogger und Podcaster dabei, um wie angekündigt die Fragen der deutschen Geocaching-Community an Jeremy Irish zu richten. Natürlich wurden auch jede Menge Grinsefotos mit dem Herrscher über eine Millionen Dosen an der Seite gemacht, ein Vorgang den Jeremy mit respektabler Geduld immer wieder nachkam.
Der Vortrag, übrigens mit vorbildlichen Slides unterfüttert, zeigte den Weg vom Videospiel auf der Couch zum Spiel draußen in der Natur und natürlich die Entwicklung des Unternehmens Groundspeak. Für gestandene Geocacher kein besonderer Erkenntnisgewinn, da war die anschließende Diskussionsrunde im kleinen Kreis schon informativer.
Zu beidem findet sich in diversen Geocaching-Podcasts auch Aufzeichnungen zum Download. Für den Cachetalk war der Plan ein anderer: Wir suchen mit dem Gast aus den Staaten die Dosen auf dem CeBIT-Gelände, und lassen uns teilweise den Cache von anderen Geocachern in die Hand drücken.
Ein Podcast aus der Kategorie english language skills required in vierfacher Länge. Needless to say: Der besten Talk war mal wieder der Talk beim Kaffee nach dem Talk.
die "Fragen der deutschen Geocaching-Community"? Guter Witz, die Fragen von ein paar Geocaching-Bloggern vielleicht, viel mehr wohl eher nicht... Die Anzahl derer die sich da aktiv eingebracht haben dürfte auf die Zahl der deutschen Geocacher wohl eher im unteren Promille-Bereich gelegen haben, die große anonyme Masse dürfte sich schlicht gar nicht dafür interessiert haben
Naja, wenn sich nur ein paar Cacher dafür interessieren und Fragen haben und wie du es meinst die meisten nicht, sind es trotzdem die Fragen der Community. Wieviele es sind ist nicht ausschlaggebend Es hätte jeder der wollte Fragen schicken können, haben auch einige getan und irgendwann ist der Bereich ja auch abgedeckt. Ich denke, es war auf jeden Fall sehr informativ!
Gibts nun irgendwo eine Aufzeichnung von dem Roundtable im Netz? Da standen so viele Recorder und Kameras rum dass ich nicht noch einen dazu stellen wollte.
Böse fand ich übrigens, wie schnell der Cache kaputt ging. Als ich dann mal einem Grobmotoriker beim zusammenbauen zugeschaut habe, wurde mir klar, daß es ein Ding der Unmöglichkeit ist, gute Cachebehälter randalierersicher zu bauen.
Aber das mag auch am Messe-Publikum gelegen haben: die Leute sind bei einem Messe-Besuch wohl einfach anders drauf als sonst. Hoffe ich jetzt mal ...
Im Gegensatz zu der Aufzeichnung des Round-Table-Gesprächs (hab dazu nur beim Berufsgeocacher was gefunden), war dieser Podcast wirklich Erholung. Nicht nur, dass man hier akustisch fast alles gut verstehen konnte, ohne die Regler zu sehr aufreißen zu müssen, er hat mir auch inhaltlich gut gefallen. Allein die Tatsache, dass man am Anfang kurz erfährt, worum es in diesem Podcast geht und welche Umstände gerade vorherrschen, unterscheidet den Profi vom Dilettanten. Den Groundspeak CEO in dieser lockeren Atmosphäre beim Cachesuchen zu erleben, hat mir ebenfalls mehr gebracht, als in der etwas aufgesetzten Fragerunde. Und was den Vorwurf der Unterrepresentation DER Cachercommunity angeht: Die meisten dürften über die verschiedenen Medien von diesem Event gewusst haben, hätten also auch die Möglichkeit gehabt, sich dort einzubringen. Wenn dies nicht wahrgenommen wird, dann finde ich es äußerst unfair, dies den Podcastern anzulasten. Und ja, gerade Moenk hat ja eigentlich als einziger unbequeme Fragen gestellt. Mir hat dieser Cachetalk jedenfalls sehr gut gefallen.
Stimmt, beim Round Table Gespräch (den man bei diesem Podcast NICHT hören kann) hat Moenk die einzige unbequeme Frage gestellt. Die Antwort von Jeremy dürfte aber auch nicht so ganz stimmen, denn ein rechtsfreier Raum sind auch die USA nicht. Das heißt, eine Datenherausgabe bei gerichtlichem Beschluss ist dort auch üblich.
Meine Anmerkung mit dem Kuschelpodcast bezog sich eben auf diese hörbare Ausgabe, wo er mit Jeremy recht pfleglich umgeht. Da bin ich aus der grünen Hölle eine härtere Gangart von ihm gewöhnt Bye, Mic@
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